WeAreDevelopers World Congress 2018: Drei Tage im Woodstock der Entwickler

31.05.2018 308 Aufrufe Events 5,00 von 5

Mitte Mai 2018 lockte der WeAreDevelopers World Congress 8.000 Besucher aus 70 Ländern nach Wien. Mein Arbeitgeber karriere.at trat als Sponsor auf und verfügte über ein Kontingent an Freikarten. Ich bekundete mein Interesse und ergatterte ein Ticket für die dreitägige Dev-Konferenz im Herzen Europas.

WeAreDevelopers 2018
Die WeAreDevelopers 2018 ist gut besucht!

WeAreDevelopers, wir kommen!

Linz Hauptbahnhof, 7:34 Uhr: Gemeinsam mit sieben Karriereköpfen ging’s mit der WESTbahn nach Wien und von dort mit der U1 weiter zum Woodstock der Entwickler in das Austria Center Vienna. Wir landeten noch rechtzeitig, sodass wir die Keynote vom 67-jährigen Apple-Mitgründer Steve „Woz“ Wozniak mitverfolgen konnten. Zugegeben, dieses angepriesene „große Highlight“ war mir eigentlich gar nicht so wichtig, weil ich nie eine sonderliche Apple-Affinität hatte. Wozniak sprach über seine Anfänge bei Apple, seine Ansichten über die Zukunft der Programmierer und warum er Facebook nicht mag.

Meine Agenda: Die Qual der Wahl

Danach startete die Konferenz so richtig durch: Über 150 Speaker präsentierten ihre Talks in zehn parallelen Tracks auf einem 50.000 m² Areal. Zum Glück habe ich mir schon im Vorfeld meine digitale Agenda zusammengestellt und wusste genau wo ich hin muss.

Ich freute mich besonders auf Ilya Grigorik, Web Performance Engineer bei Google, von dem ich als technischer SEO schon viele Artikel gelesen habe. Grigorik präsentierte auf der Hauptbühne was sich bei Google gerade so tut und streifte dabei auch immer wieder das Thema Suchmaschinenoptimierung und Web Performance. Besonders interessant für alle Freunde schneller Websites:

Starting with Chrome 66, V8 compiles JavaScript source code on a background thread, reducing the amount of time spent compiling on the main thread by between 5% to 20% on typical websites.

Ein weiteres Highlight: Maxim „PWAngelist“ Salnikov referierte voller Leidenschaft über Service Worker, das Herz der Progressive Web Apps. Ich wurde wieder bestätigt, dass ich mir das Thema wirklich mal genauer anschauen sollte. 

The (Bright) Future Of The Web
Ilya Grigorik live on Stage!

Künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos und Angular

Keine Frage, Europas größte Entwicklerkonferenz glänzte mit einer großen Themenvielfalt. Ich lauschte Tech-Talks über IBM, JSON APIs, Internet of Things, CSS, Machine-Learning, Augmented Reality, Open Source, PHP, künstliche Intelligenz, JavaScript-Frameworks, Scrum, Blockchains, Sprachassistenten, Quantum-Computing und noch einige weitere Themen.
Da ich momentan primär als SEO tätig bin, fällt die WeAreDevelopers für mich in die Kategorie „Blick über den Tellerrand“-Konferenz: Durchaus spannend, aber kaum Inhalte, die für mein „Daily Business“ interessant sind.

#WeAreDevs Impressionen

  • Pläuschchen mit Steve Wozniak
  • Die WeAreDevelopers 2018 ist gut besucht!
  • Maxim Salnikov über Service Worker
  • Ilya Grigorik über die Zukunft des Web
  • Florian Neukart über Quantum-Computing
  • Bierflight @ Beaver Brewing Company
  • #WeAreDevs 2018: Ich war dabei!
  • Eileen Uchitelle über Open Source
  • Christian Heilmann eröffnet Tag 2
  • Sehr persönlicher, sympathischer Talk von Lassi Kurkijärvi
  • Ada Rose Edwards über moderne Frontend-Architektur
  • Storytelling in der Software Entwicklung
  • Geniale Pizza in der Pizzeria Scarabocchio
  • Catalina Butnaru über künstliche Intelligenz
  • Mit Code vollgepackter Talk über Angular
  • Scrum Repacked mit Boris Gloger
  • Interessanter Vortrag von Martin Wezowski
  • Diana Vysoka über Google-Apps-Scripting

Mein Fazit

Die WeAreDevelopers 2018 war eine wirklich hochkarätig besetzte Konferenz mit Speakern von Google, Microsoft, Facebook, Twitter, Stack Overflow, GitHub, Netflix und Samsung – um nur einige zu nennen. Die Organisation hat noch etwas Luft nach oben: Speziell am ersten Tag gab es viele enttäuschte Besucher, die vergeblich versuchten noch einen Platz in ihren Wunsch-Talks zu ergattern. Die Security war hier jedoch der Spielverderber und räumte die kleinen Bühnen unter Androhung der Polizei.
Ab dem zweiten Tag wurden manche Vorträge der kleinen Stages dann in andere Räume gestreamt – das klappte manchmal ganz gut, sofern die Interessenten die entsprechenden Durchsagen rechtzeitig aufschnappten. Die Verpflegung ging auch etwas in die Hose: 45 Minuten in der Schlange stehen um dann knapp 5 Euro für einen Schinken-Käse-Toast zu bezahlen? 
Ein schnell verfügbares, im Preis inkludiertes Wurstsemmerl und alle wären glücklich(er) gewesen.

Ganz ehrlich: Wenn ich € 799,- bezahlt und eine weite Anreise gehabt hätte, dann wäre das wohl mein erster und letzter Besuch bei der Konferenz gewesen. Unter meinen Gegebenheiten – Gratis-Ticket und kurze Anfahrt – war es im Großen und Ganzen eine schöne Veranstaltung mit einer großen Diversität bei den Talks und ich hatte eine tolle Zeit mit meinen karriere.at Kollegen in unserer Bundeshauptstadt. 

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August Florian Golser // Tiroler Linzer
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