Kindergarten-Eingewöhnung: Das härteste „Projekt“ aller Zeiten

01.09.2017 265 Aufrufe Leben 5,00 von 5

Lenas Kindergarten-Eingewöhnung begann im November 2015. Damals wussten wir noch nicht, dass dieses „Projekt“ unsere bis dato größte Zerreißprobe für unsere Nerven wird. Schlussendlich erlebten wir dann aber doch unser wohlverdientes Happy End. 

Erstes Schnuppern

Ein Monat vor ihrem dritten Geburtstag schnupperte Lena erstmals Kindergartenluft und war zweimal pro Woche mit Mama in ihrem Gruppenraum zum gemeinsamen Spielen. Am Freitag, dem „Papa-Tag“, war ich dann auch öfters mal mit Lena im Kindergarten.

Erstes Schnuppern im Kindergarten
Erstes Schnuppern im Kindergarten

„Bereitschaft“ in der Garderobe

Seit ihrem Geburtstag am 11. Dezember ging Lena täglich in den Kindergarten. In Absprache mit Michaela, unserer Gruppenleiterin, setzten wir aber keinen Fuß mehr in den Gruppenraum – da haben Mamas und Papas schließlich nichts verloren! Wir saßen direkt am Eingang zum Gruppenraum in der Garderobe und schickten Lena immer gleich wieder in den Gruppenraum zurück wenn sie zu uns raus lief.

Erste Trennungsversuche

Nach den Weihnachtsferien wagten wir den nächsten Schritt und gingen das erste Mal ein paar Minuten vor die Türe.

Lena brüllte wie am Spieß, aber wir setzten dieses Spiel einige Tage fort und auf einmal ließ sich Lena von Michaela beruhigen. Erster Meilenstein geschafft!

Kindergarten-Eingewöhnung
Nikolaussackerl bemalen mit Anja

Dann schnappte Lena jedoch Scharlach auf und wenige Tage nachdem sie gesund geschrieben war, kam ihre Schwester Lilli Marie auf die Welt. Große emotionale Ereignisse harmonieren nicht gerade gut mit einer Kindergarten-Eingewöhnung mit Status „in Arbeit“. Daher gönnten wir Lena eine kleine „Babypause“ bis sich unser Alltag mit Baby ein wenig eingespielt hat.

Jetzt starten wir so richtig durch!

Am 22. Februar setzten wir dann das Projekt „Lena soll in den Kindergarten“ wieder fort – und drückten ein wenig auf die Tube. Am ersten Tag war ich noch in der Garderobe, am zweiten Tag 30 Minuten vor der Kindergartentüre und ab dem dritten Tag war Lena von ca. 9:00 bis 11:30 Uhr allein im Kindergarten und ich war daheim „auf Bereitschaft“. In dieser Woche mussten wir am Vorabend und in der Früh immer sehr viel Geplärre ertragen.

Unsere Nerven litten wirklich sehr unter den ständigen „Muss ich morgen wieder in den Kindergarten?“-Diskussionen. Wir gaben jedoch nicht auf und hatten auch immer volle Unterstützung von den Kindergartenpädagoginnen. Uns wurde versichert, dass wir sofort angerufen werden, wenn sich Lena nicht beruhigen lässt und wir wurden auch immer gut informiert wie es Lena im Kindergarten ergangen ist.

SMS vom Kindergarten
SMS vom Kindergarten

Der nächste Meilenstein

29. Februar, Schalttag: Da machte es scheinbar auch bei Lena „Klick“ und wir schafften einen gebrüllfreien Transfer in den Kindergarten. „Mama holt dich heute ab.“ Dann ein Abschiedsbussi und alles ging ohne Weinen über die Bühne. Der Haken: Wir mussten ihr versprechen, dass sich draußen immer jemand in unmittelbarer Nähe des Kindergartens befindet. Puh, wenn Lena mal realisiert hätte, dass wir nach der Verabschiedung heimgehen!? 

Der „Lena-Thron“

Ein roter Sessel, direkt am Eingang in den Gruppenraum, spielte eine zentrale Rolle bei Lenas Kindergarten-Eingewöhnung. Als wir Lena allein ließen wollte sie immer nur auf diesem Sessel sitzen, den anderen Kindern beim Spielen zuschauen und auf Mama oder Papa warten – die immer beim Mittagessen eintrudelten. Das klingt langweilig, aber Lena gefiel es in dieser „Beobachterrolle“.

Der Lena-Thron im Kindergarten
Lena hat Gesellschaft auf ihrem „Thron“

Auf der Zielgeraden

Als Lena nach den Sommerferien im September 2016 in den Kindergarten zurück kam, war ihr „Kronensessel“ verschwunden. Das hatten wir mit Michaela ausgemacht und wir haben Lena auch schon schonend auf diese Veränderung vorbereitet. Und es passte für sie. Sie schnappte sich jetzt einfach immer einen normalen Sessel – anfangs noch jene in der Nähe der Eingangstüre, später auch Sessel weiter im Geschehen. Der Sessel als „Sicherheitsleine“ verlor zunehmend an Bedeutung und sie wurde jetzt immer öfter in ein Spiel verwickelt. Wir hatten die Eingewöhnung in den Kindergarten endlich so richtig gemeistert und waren alle sehr zufrieden! 

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August Florian Golser // Tiroler Linzer
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