Sechs Jahre lang war ich hauptberuflich als selbstständiger Web-Dienstleister am Markt aktiv. Mein Beruf? Kundenberater, Webdesigner, Webdeveloper, Webmarketer, Projektmanager – und natürlich war ich auch mein eigener Buchhalter. Ich deckte alle Bereiche in Eigenregie ab, als kleiner Web-Superman also, und habe viele Projekte umgesetzt, auf die ich stolz bin. So weit, so gut!
Der Web-Superman in mir
Viele Möchtegern-Supermänner
Web/IT-Dienstleistung fällt unter die sogenannten „freien Gewerbe“, d.h. es ist leider (!) an keinen Befähigungsnachweis gebunden. Der Aufwand für eine Gewerbeanmeldung als Einzelunternehmen ist gering und geht mittlerweile schon ohne Behördengang direkt online. Im Minimalfall braucht man für die Ausübung der Web/IT-Dienstleistung auch nur einen Computer/Laptop, Internet und – hier unterscheidet sich die Spreu vom Weizen – Know-how. Das klingt sehr verlockend und daher liegt es in der Natur der Sache, dass gerne Web-Startups gegründet werden. Da keine teuren Geräte oder Maschinen angeschafft werden müssen, ist das Risiko auch recht überschaubar. Die Kehrseite der Medaille: Viele Web-Einzelkämpfer fristen ein Dasein nahe am Existenzminimum und verschwinden irgendwann so schnell wie sie gekommen sind.
Es war bisher eines meiner umfangreichsten Projekte in meiner Selbstständigkeit: Im Auftrag meines langjährigen Kunden Streifzug Media aus Kitzbühel realisierte ich eine Top-Immobilienplattform mit Fokus auf Österreich und München. Die Plattform bot Top-Maklern und Bauträgern die optimale Möglichkeit, ihre Premium-Immobilien in Österreich bzw. in und um München auf hochwertigem und ansprechendem Niveau zu präsentieren, um somit gezielt eine kaufkräftige Klientel anzusprechen. Die Premium-Plattform war komplett zweisprachig (deutsch und englisch) ausgeführt und stellte nur Immobilien mit einem Mindestkaufpreis von EUR 500.000 bzw. einem Mindestmietpreis von EUR 2.500 vor.
Premium Immobilienplattform
Die Website beruhte auf der im Mai 2009 online gestellten Plattform für die internationale Luxusimmobilie, die aus organisatorischen Gründen in dieser Form nicht mehr weitergeführt wurde. Im Zuge der Überarbeitung wurde die bestehende Plattform noch in vielen Bereichen optimiert und mit neuen Funktionen ausgestattet. Die Wartungsoberfläche wurde auch komplett aufpoliert und generell die Benutzerfreundlichkeit der Website – im Frontend und Backend – erhöht.
In Kooperation mit meinem Partner D-SE7EN aus Wien war ich für die technische Umsetzung der Microsite für die KNORR Kinder-Suppen verantwortlich. Die Website informierte über die Produkte – Dino Suppe, Glückskäfer Suppe und Piraten Suppe – und präsentierte einige Rezeptideen. Weiters fand man auch ein Gewinnspiel und einen Downloadbereich mit Malvorlage, Geburtstagseinladung und Desktop-Hintergrundbildern auf der Microsite.
Besonderheit: Das vom Spielehersteller Ravensburger als Brettspiel produzierte KNORR-Memo-Spiel wurde von uns etwas abgespeckt (12 Paare) als Flash-Variante umgesetzt.
Es war immer schon mein Traum mein eigener Boss zu sein, meine Ideen nach meinen Vorstellungen umsetzen zu können und mich dabei selbst zu verwirklichen. Mein Studienkollege Alexander G. Egg hatte denselben Wunsch und so bündelten wir nach vierjähriger, freier Projekttätigkeit parallel zum Studium an der FH Hagenberg unsere Kompetenzen und gründeten im Juli 2005 die Pixelution Multimedia Golser & Egg OEG. Tamara Herz, eine gute Freundin von mir, die eine 3-jährige Grafikdesign-Ausbildung in München absolvierte, unterstützte uns von Beginn an als Freelancerin im Bereich Kreation.
v.l.: Alexander G. Egg, Tamara Herz, August F. GolserWeiterlesen
Für den Presseauftakt unseres Unternehmens wählten wir das Magazin Wirtschaft im Alpenraum (WIA) und machten in leicht provozierender Art und Weise auf uns und unsere Leistungen aufmerksam. Ob und was genau uns diese Maßnahme gebracht hat, kann man für Printmedien generell schwer beurteilen – ein konkreter Auftrag ist jedenfalls nicht daraus resultiert. Jedoch erhielten wir zumindest einige Anfragen ob wir eventuell Unterstützung im Audiobereich benötigen.