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SEO-Studie: IAB Ranking-Kriterien 2010

Zuletzt aktualisiert am 06.12.2012 Web & Co , , , , 2.958 Aufrufe 4 Kommentare

In meiner 2005 verfassten Bakkalaureatsarbeit mit Titel “Erfolgreiches Web Engineering” widmete ich auch den Grundlagen der Suchmaschinenoptimierung einen eigenen Abschnitt. Diese Thematik interessiert mich immer noch brennend und ich bleibe laufend am Ball.
Kürzlich bin ich auf die Studie Ranking-Kriterien 2010 des Online-Verbandes IAB Switzerland gestoßen. Anerkannte Schweizer SEO-Experten wurden eingeladen verschiedenste Ranking-Kriterien von Google & Co basierend auf ihrer Erfahrung einer umfassenden Bewertung zu unterziehen.

Wie schaffe ich es bei Google auf Platz 1?

Suchmaschinenoptimierung ist keine triviale Sache. Die Ranking-Algorithmen der Suchmaschinen werden hinter verschlossenen Türen entwickelt und die Beurteilung der Relevanz einzelner Webseiten für bestimmte Suchbegriffe erfolgt mittels komplexer mathematischer, statistischer und analytischer Berechnungen. Dennoch ist die Arbeit der Suchmaschinenoptimierung mehr Handwerk als Wissenschaft.

Die 10 wichtigsten Ranking-Kriterien gemäß der IAB-Studie:

  1. Einzigartiger Content

  2. Keyword-haltige externe Links

  3. Links von Hubs und Authority Sites

  4. Links von thematisch verwandten Websites

  5. Keyword-Gebrauch zu Beginn des <title>-Tags

  6. Keyword-Gebrauch irgendwo im <title>-Tag

  7. Externe Link-Popularität

  8. Vielfalt von Domains, die auf die Website linken

  9. Keyword-Varianz in externen Links

  10. Wachstumsrate externer Links

Content is King – der alte Leitsatz der Suchmaschinenoptimierung gilt scheinbar noch immer. Doch von den neun weiteren Top-Kriterien stammen sieben aus der Abteilung externe Links.
Ein klarer Hinweis darauf, dass On-Page-Maßnahmen allein kaum zum Ziel führen und die Pflege der Verlinkung einer Website sehr wichtig ist. Einzigartige Inhalte werden tendenziell auch besser verlinkt und somit läuft ein Teil der Off-Page-Optimierung praktisch “automatisch”.
Guter Content wird also gleich doppelt belohnt!

Die Ränge 11 bis 20 – Kriterien, die alle noch als “muss zwingend beachtet werden” eingestuft wurden:

  1. Keyword-Gebrauch im Domain-Namen (www.keyword.at)

  2. Länderbezug der Top-Level-Domain (.at, .de, .com, etc.)

  3. Keyword-Gebrauch irgendwo in einer <h1>-Überschrift

  4. Keyword-Gebrauch in den ersten 50 bis 100 Wörtern des HTML-Texts

  5. Keyword-haltige interne Links

  6. Keyword-Gebrauch zu Beginn einer <h1>-Überschrift

  7. Website-Architektur (z.B. hierarchisch vs. flach)

  8. Server-Verfügbarkeit

  9. Hierarchische Position der Page innerhalb der Website

  10. Keyword-Gebrauch im Filename (www.domain.at/keyword.html)

Weitere Ergebnisse

Keyword-Gebrauch im Meta-Keywords-Tag wurde als unwichtigstes Ranking-Kriterium “gekürt”. Google ignoriert die keywords-Angabe bereits seit 2002! Dennoch stirbt die Meinung nicht aus, Suchmaschinenoptimierung bedeute vor allem, die Meta-Keywords zu definieren.

Links bzw. Erwähnungen bei Social-Media-Diensten wie Facebook (Rang 68), Twitter (Rang 51), Delicious (Rang 45) und XING (Rang 73) fließen auch in die Rankingberechnungen ein – obwohl diese Links mit nofollow gekennzeichnet sind.

Die Experten der IAB Switzerland sind sich einig: Spam – also sämtliche Maßnahmen mit dem Ziel die Ranking-Algorithmen zu täuschen (z.B. Cloaking, versteckter Text oder gekaufte Links) – kann zu einem massiven Ranking- und damit Umsatzverlust führen, im Extremfall sogar zum kompletten Ausschluss aus dem Index.

Einigkeit herrscht auch darüber, dass das individuelle Verhalten der Nutzer an Bedeutung für das Ranking von Websites gewinnen wird.
Beispiel: Personalisierte Trefferlisten und Google SideWiki.

In der Summe ermöglicht die Studie ein glasklares Fazit:

Suchmaschinenoptimierung hat sich in allererster Linie am Interesse der potenziellen Kundinnen und Kunden eines Unternehmens zu orientieren. Denn die wirklich bedeutenden Ranking-Kriterien zielen ausnahmslos auf das eine ab: den Nutzerinnen und Nutzern einer Suchmaschine die wirklich relevanten Inhalte anzubieten. Und Relevanz ist nicht ein maschinelles, sondern ein menschliches Konzept.

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4 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • Blogdeal 08.03.2010 um 10:33 Uhr Antworten

    Ich finde, dass sich die aufgeführten Ranking-Kriterien größtenteils mit meinen Erfahrungen decken. Meiner Meinung nach sind die OnPage Kriterien wichtiger als die OffPage und können sogar unabhängig von OffSeo praktiziert werden.

    60% OnPage und 40% OffPage ist nach meiner Auffassung optimal.

  • Bernd 07.03.2010 um 19:03 Uhr Antworten

    Hallo, ich schreibe, was ich denke und was meinen Lesern einen Nutzen bringt. das man bestimmte tags angibt ist klar, aber ansonsten interessiert mich das nicht weiter. Ich schreibe für meine leser und nicht für die Suchmaschinen. Was nutzt denn der schönste Keywordtext, wenn es keinem was bringt. Habt ihr lust, einen rein auf keywords basierten Text zu lesen? Seht ihr, ich auch nicht…
    Google macht eh was er will, einfach mal nicht so wichtig nehmen, wenn Inhalt im Blog steht, dann wird er auch gelesen. Lieber wenige Leser, die den Text auch nutzen, als viele besucher, die gleich wieder wegklicken!
    Bernd

    • Gusti 07.03.2010 um 20:16 Uhr Antworten

      Natürlich sollten die Inhalte primär die Leser ansprechen und nicht die Suchmaschinen (siehe Fazit der Studie). Hat man jedoch beim Verfassen und Aufbereiten des Contents ein paar SEO-Grundregeln im Hinterkopf, dann kann man ohne einen wirklichen Mehraufwand noch einiges rauskitzeln!

  • Gusti 07.03.2010 um 11:29 Uhr Antworten

    Ich habe noch die Erfahrung gemacht, dass man pro Seite am besten nur eine einzige H1-Überschrift verwendet und diese nicht 1:1 den Seitentitel beinhalten sollte…

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