OpenSource CM-Systeme: Die Qual der Wahl

06. Juni 2009 552 Aufrufe Bookmarken/Weitersagen

Persönliches Interesse und auch einige aktuelle Anforderungen bewegten mich kürzlich zu einer Recherche bezüglich der gängigen OpenSource Content-Management-Systeme (CMS).

Hintergründe & Status Quo

Meine ersten Erfahrungen mit CM-Systemen sammelte ich im 2. Semester an der FH Hagenberg. Im Rahmen eines Semesterprojektes setzte ich gemeinsam mit einem Studienkollegen ein auf PostNuke basierendes Portal für unseren Jahrgang MTD02 um.
Im 4. Semester wurde ich dann im Rahmen der Lehrveranstaltung Document Content Management ziemlich ausführlich mit TYPO3 konfrontiert. Es gab auch Klausuren, bei denen das Verfassen von TypoScript-Code auf Papier abverlangt wurde. ;)
Ich hatte jedoch damals keine Anforderung für ein so “mächtiges” CMS und meine anfängliche Euphorie ist dann auch schnell wieder verflogen.

Richtig interessant wurde das Thema Content-Management-Systeme dann wieder im Rahmen meiner Selbständigkeit mit PIXELUTION.AT.
Da griff ich meistens zu unserem selbst programmierten, einfach gestrickten PXcms basierend auf TinyMCE. Dieses System erlaubt jedoch nur die textuelle WYSIWYG-Bearbeitung eines Bereiches pro Seite und das Einfügen von Bildern und PDF-Dateien über eine einfache Multimedia-Datenbank.
Das ein oder andere Projekt habe ich auch mit Joomla umgesetzt, wobei mich hier die Benutzeroberfläche mit den ganzen Modulen und Verschachtelungen nie richtig überzeugte.

Die Suche beginnt

Mein zukünftiges CM-System sollte vor allem ein hübsches, intuitiv bedienbares Benutzerinterface aufweisen, suchmaschinenfreundlich sein, validen XHTML-Code produzieren und MooTools als JavaScript-Framework verwenden – und natürlich nicht zu “aufgebläht” sein.
Nach gründlicher Recherche und einigem Feedback über Twitter und Facebook habe ich mich für das CMS Contao entschieden, das alle meine Kriterien erfüllt und auf mich von Anfang an einen guten Eindruck machte.

Contao OpenSource CMS

Die (für mich) wichtigsten Features im Überblick:

  • Ansprechendes, benutzerfreundliches Backend
  • Barrierefreie XHTML-Strict-Ausgabe
  • Verwendet Web2.0-Technologien auf MooTools-Basis
  • Browserübergreifendes CSS-Framework
  • Generiert (automatisch) suchmaschinenfreundliche URLs
  • Unterstützt Mehrsprachigkeit
  • Frontend basiert zu 100% auf Templates
  • Live Update Service
  • Gute Dokumentation

Update: Aus TYPOlight wurde Contao

Mit der Veröffentlichung der Vorabversion 2.9. RC1 am 6. Juni 2010 wurde TYPOlight in Contao umbenannt. Der Entwickler Leo Feyer begründete diesen Schritt damit, dass TYPOlight oft fälschlicherweise mit dem CMS TYPO3 in Verbindung gebracht wurde und dass der Zusatz “light” dahingehend missverstanden wurde, dass das CMS nur für kleine Projekte geeignet sei.

Weiterführende Links

PIXELUTION.AT PXcms Demos

Kategorien: WebDevelopment

Tags: barrierefreiheit, cms, Internet, software, web2.0, webdevelopment, webstandards

bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Oliver Hauser 07. Juni 2009 um 09:57 Uhr

    Gute Wahl. Ich selber habe mich auch für TYPOlight entschieden und mittlerweile schon einige Sites damit implementiert. Ich habe meine Wahl noch nicht einmal bereut. Ganz im Gegenteil: je mehr ich damit mache, je mehr bin ich davon beeindruckt, wie gut das System von Grund auf durchdacht ist.

  • 2. Gusti 07. Juni 2009 um 10:47 Uhr

    @Oliver
    Danke für dein Feedback. Ich werde mich in nächster Zeit in das System einarbeiten und freue mich schon auf einen regen Austausch mit dir =)

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