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“Homo Connectus” – Die “Always On”-Generation

Zuletzt aktualisiert am 26.02.2012 Aufgeschnappt, Mein Leben, Trends, Web & Co , , , 2.619 Aufrufe jetzt kommentieren?

Schon bald wird es mehr Handys als Menschen auf der Erde geben. Immer mehr dieser Geräte sind Smartphones und somit internetfähig.
Dieser Trend geht natürlich nicht spurlos an uns vorbei und es entsteht ein neuer Typ Mensch, der so genannte Homo Connectus. Diese Gattung zeichnet sich durch permanente kommunikative Vernetzung und Erreichbarkeit aus.
Das Motto lautet: “Always On”.

Eine kürzlich von der Werbeagentur Grey zusammen mit Google erstellte Studie beschäftigt sich mit der Frage, wie Markenmacher und Werbetreibende den vernetzten Menschen erreichen können. Die Studie “Homo Connectus” nennt dabei auch ein paar interessante Zahlen:

  • 59% sagen, sie wollen immer erreichbar sein.
  • 55% veröffentlichen Texte oder Bilder im Netz.
  • 11% surfen per Handy im Internet.
    Quelle: Grey; Repräsentative Online-Befragung; n=500 Internetnutzer

Immer auf Empfang?

Nein, denn:

  • 57% sehnen sich danach, auch mal nicht erreichbar zu sein.
  • 15% nutzen moderne Kommunikationsmedien, fühlten sich aber schon mal genervt und überfordert.
    Quelle: Grey; Repräsentative Online-Befragung; n=500 Internetnutzer

ALLES über ein Gerät

Das Smartphone wird immer mehr zum universellen Life-Navigator.
Dazu die Studie:

Klassische Medien-Nutzungsmuster lösen sich auf und neue entstehen. Alte Gewohnheiten behält man bei.
Auch der “Homo Connectus” liest Zeitung. Aber digital.
Über seinen RSS-Feed-Reader auf seinem Smartphone. (…)

Ob nach der Straßenbahnhaltestelle oder dem besten Restaurant in der Umgebung – niemand muss mehr lange suchen. Das mobile Internet bietet Hilfe. Es schafft neue Zeitfenster der Mediennutzung und macht Orte und Produkte zum Konversationsmedium.
Der “Homo Connectus” bestimmt wann, wo und wie er kommuniziert. Dadurch gewinnt er Unabhängigkeit und Lebensqualität hinzu.

Wie erreicht man den “Homo Connectus”?

Diese Frage beschäftigt natürlich nicht nur die beiden Unternehmen hinter der Studie brennend. Es geht im Endeffekt um Markenkommunikation im Zeitalter der digitalen Medien und somit auch um sehr viel Geld.
Hier ein paar gute Ansätze:

  • Location-Based Services
    Gezielte Werbeeinblendungen, die den geografischen Standort des Nutzers berücksichtigen. Beispiel: Starbucks schickt seinen Kunden auf Wunsch einen Rabattcoupon als SMS, sobald sie sich einem Laden nähern.

  • Smartphone-Apps
    Alles dreht sich derzeit um die so genannten Apps: Mini-Programme, die das Smartphone gezielt um bestimmte Funktionen erweitern. Erfolgreich sind die Anwendungen, die einen Nutzen bieten oder einfach Spaß machen.

  • Social Media Präsenz
    Es gilt dort vertreten zu sein, wo sich Kunden und potentielle Kunden austauschen. Facebook ist in aller Munde und neue Firmenpräsentationen sprießen dort wie Schwammerl aus dem Boden. Bei aller Euphorie sollte aber nicht die Strategie auf der Strecke bleiben!

Menschen wollen nicht alles wissen. Aber sie wollen vertrauen können. Menschen vertrauen Marken, die zu ihrem Wort stehen. Die ändern was sie falsch gemacht haben. Die auf Augenhöhe kommunizieren und ihre Werte vertreten. (…)

Das digitale Zeitalter ist ein Beziehungszeitalter und zutiefst menschlich. Markenführung im digitalen Zeitalter ist deshalb echtes, menschliches Beziehungsmanagement.
Glaubwürdigkeit und Vertrauen sind der Beginn einer guten Beziehung.

Meine persönliche Schlussbemerkung

Zweifelsfrei haben die digitalen Medien die Art, wie Menschen miteinander kommunizieren, radikal verändert. Smartphones sind allgegenwärtig und verändern nachhaltig das Medienverhalten. Ich zähle mich definitiv zur Gattung “Homo Connectus” und überfliege beispielsweise nicht selten schon vor dem ersten Toilettengang ein paar Tweets und Facebook-Updates – vom Bett aus. Fast täglich bin ich auch am Abend noch online – während nebenbei der Fernseher läuft.

Ich finde jedoch, dass es sehr wichtig, wenn nicht sogar überlebensnotwendig ist, regelmäßig abzuschalten. Es tut richtig gut, zwischendurch auch mal einen Tag komplett ohne Internet zu verbringen. Sich die Zeit stattdessen mit Gesellschaftsspielen, Sport oder einem guten Buch zu vertreiben. Längere Texte lese ich sowieso viel lieber auf Papier als vom Bildschirm. Das Handy schalte ich auch fast immer in der Nacht auf lautlos. Schließlich möchte ich ja kein Sklave der Dauerkommunikation werden!

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