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Google Analytics und die Krux mit dem Datenschutz

Zuletzt aktualisiert am 25.01.2011 Web & Co , , , , , 2.618 Aufrufe jetzt kommentieren?

Google Analytics ist wohl das beliebteste und mit Abstand meistverwendete Web-Analysewerkzeug. Wird der kostenlose Dienst eingesetzt, dann werden alle erhobenen Nutzerdaten einschließlich der sogenannten IP-Adresse an einen Google-Server in den USA übertragen und dort gespeichert und verarbeitet. Datenschutzrechtlich betrachtet war Google Analytics daher immer schon sehr umstritten.

Google Analytics: Karten-Overlay

Google Analytics: Karten-Overlay

Der Knackpunkt in diesem Zusammenhang ist die Frage ob es sich bei IP-Adressen um personenbezogene Daten handelt oder nicht. Hier fehlt immer noch eine höchstrichterliche Entscheidung, um endgültig Klarheit zu schaffen. Für die Erhebung personenbezogener Daten wäre eine vorherige Einwilligung erforderlich, die man auch noch protokollieren müsste. Dies lässt sich im Web jedoch kaum vernünftig umsetzen, es sei denn man schaltet seinem Webangebot eine spezielle Einstiegsseite vor, die diese Einwilligung einholt und entsprechend protokolliert.
Im Gegensatz zu Deutschland ist man in Österreich vorherrschend der Meinung, dass eine IP-Adresse aus Sicht eines Websitebetreibers keinen Personenbezug ermöglicht.

Informationspflichten

Wenn man Google Analytics einsetzt, sollte jedoch auf alle Fälle ein entsprechender Hinweis in die Website eingebunden werden. Das verlangen nämlich die Google Analytics Bedingungen:

8.1 (…) Sie sind ferner verpflichtet, an prominenten Stellen Ihrer Websites eine sachgerechte Datenschutzpolicy zu dokumentieren (und sich an diese zu halten). Auch werden Sie alle zumutbaren Anstrengungen unternehmen, die Aufmerksamkeit der Nutzer Ihrer Website auf eine Erklärung zu lenken, die in allen wesentlichen Teilen wie folgt lautet:

“Diese Website benutzt Google Analytics, einen Webanalysedienst der Google Inc. (“Google”).
(…) Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Bearbeitung der über Sie erhobenen Daten durch Google in der zuvor beschriebenen Art und Weise und zu dem zuvor benannten Zweck einverstanden.”

Google behält sich auch das Recht vor, die Website jederzeit zu durchsuchen, um zu überprüfen, ob eine geeignete Erklärung eingefügt wurde. Ich integriere diesen Hinweis bevorzugt im Impressum meiner Webprojekte, da sich ein Link darauf sowieso schon auf jeder einzelnen Seite befinden sollte – entweder im Header oder im Footer.

Google Analytics mit verbessertem Datenschutz

Google bietet mittlerweile eine Möglichkeit die gesammelten IP-Adressen zu verkürzen und somit zu anonymisieren. Realisiert wird das Ganze durch einen Aufruf der Funktion anonymizeIp im Tracking-Code. Hier ein Beispiel anhand der neuen, asynchronen Variante des Tracking-Codes:

var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-XXXXXX-X']);
_gaq.push(['_gat._anonymizeIp']); // IP-Adresse anonymisieren
_gaq.push(['_trackPageview']);
(function() {})();

Natürlich ist die geographische Zuordnung der Benutzer mit dieser Einstellung nicht mehr so genau möglich wie vorher. Falls man diese Funktion nutzt, dann sollte man auch in der Datenschutzerklärung darauf hinweisen:

Die Tracking-Codes dieser Website verwenden die Funktion “anonymizeIp”. Somit werden IP-Adressen nur gekürzt weiterverarbeitet um eine direkte Personenbeziehbarkeit auszuschließen.

Einem weiteren Kritikpunkt, der mangelnden Widerspruchsmöglichkeit beim Tracking, wird nun auch durch die Bereitstellung eines Browser-Plugins Rechnung getragen. Dieses Plugin wird derzeit für den Internet Explorer, Firefox und Chrome angeboten und unterbindet die Übertragung von Nutzerdaten an Google. Der Nutzer muss dabei nur einmal widersprechen und wird dann auf keiner Website mehr vom Google-Analytics-Tracking erfasst.

Ganz Fleißige können auch den Hinweis auf das Plugin noch in die Datenschutzerklärung aufnehmen:

Durch den Einsatz eines Browser-Plugins können Sie der Datenerhebung durch Google dauerhaft widersprechen.

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