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E-Mail-Wahnsinn & Sinnlos-Surf-Syndrom

Zuletzt aktualisiert am 18.03.2012 Aufgeschnappt, Mein Leben, Web & Co , 2.080 Aufrufe 2 Kommentare

Kürzlich entdeckte ich im “Chancen & Karriere”-Teil der Tiroler Tageszeitung einen Artikel mit dem doch etwas dramatisch klingenden Titel “Therapie für Online-Abhängigkeit”.
Digitaltherapeutin – hmm, schon wieder ein neuer Berufszweig? – Anitra Eggler sprach im TT-Interview über “digitale Krankheiten” und Heilmethoden.

Die Kommunikationsexpertin zeigt mit scharfer Würze Gefahren unserer postdigitalen Gesellschaft auf:

Eine Studie am britischen King’s College belegt, dass bekiffte Menschen IQ-Tests besser lösen als Menschen, die durch E-Mails abgelenkt werden. 60 Prozent aller Amerikaner lesen E-Mails via Handy morgens im Bett. 50 Prozent der Briten leiden an Nomophobie (“no mobile phone phobia”).

Ihr Hirn wird unterbrechungssüchtig. Je mehr Sie es permanent multiplen Reizen aussetzen, desto mehr Reize wird es eines Tages fordern, desto rastloser werden Sie.

Es existiert dazu bereits ein Krankheitsbild, von Experten Attention Deficit Trait (ADT) genannt. Darunter versteht man eine zwanghafte Ablenkungssucht und dauerhafter Konzentrationsverlust. Die Folgen: Ineffizienz und Leistungsunfähigkeit.

Blitztherapien von Anitra Eggler

Die Autorin des Buches “E-Mail macht dumm, krank und arm” nennt auch einige Tipps gegen E-Mail-Wahnsinn und Sinnlos-Surf-Syndrom:

  • Geregelten Tagesablauf für die E-Mails mit fixen Öffnungs- und Bearbeitungszeiten festlegen.
  • Automatischen E-Mail-Abruf deaktivieren – auch am Smartphone!
  • Keine Sounds bei Posteingang.
  • Weniger E-Mails versenden, um weniger E-Mails zu erhalten.
  • Tägliches “E-Mail-Budget” in der Firma vereinbaren.
  • Täglich Posteingang leeren. Unwichtiges sofort löschen und quartalsweise im großen Stil löschen.
  • Bewusstseinsbildung: “Das Internet ist nicht unsere Nabelschnur!”
  • Fixe Surf-Zeiten und ein “Surf-Zeit-Budget” festlegen (z.B. 120 Minuten pro Tag).
  • Vor dem Surfen Ziele definieren (z.B. drei relevante Ergebnisse recherchieren).
  • Nicht andauernd den “Social-Check” durchführen.

Meine persönliche Anmerkung

Obenstehende “Blitztherapien” klingen alle vernünftig und sinnvoll, deren vollständige Umsetzung kann ich mir jedoch – wenn ich mir meinen derzeitigen Arbeitsalltag ansehe – nur schwer vorstellen. Die Kunden erwarten sich, dass man prompt auf (wichtige) E-Mails reagiert. Es folgt dann nämlich auch gleich ein Telefonanruf und wehe dem, der die E-Mail noch nicht mal gelesen hat! Aber das ist ein anderes Problem.
Ja, ich bin ein Homo Connectus, der jedoch auch regelmäßig abschaltet und es dann richtig genießt mal nicht erreichbar zu sein!

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2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • Julia 29.08.2012 um 18:21 Uhr Antworten

    Für jemand, der beruflich stark auf das Internet und e-Mail im Speziellen angewiesen ist, wird die Anwendung des Leitfadens tatsächlich eher schwierig werden. Aber für den Privatjunkie durchaus brauchbare Logik. Bin ja generell neugierig was uns die Zukunft bringen wird bezüglich Medien bezogener Süchte, vielleicht sollte ich beruflich umsatteln!
    Grüße aus St. Johann!

  • Dörthe 22.03.2012 um 12:19 Uhr Antworten

    Digitaltherapeutin? Das hab ich noch nie gehört!
    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die Dame viele Patienten hat, wenn ich mich an meinem eigenen Arbeitsplatz so umgucke..

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