Lösungen statt Panikmache bei CO2-Debatte

09.04.2007 2.646 Aufrufe Aufgeschnappt 2 Kommentare

„Klimawandel“ ist das Schlagwort dieser Tage. Doch vor lauter Panikmache geht der Blick fürs Wesentliche verloren.

Die Treibhausemissionen in Österreich verteilen sich derzeit wie folgt: Jeweils rund 26 Prozent Industrie und Verkehr, jeweils 17 Prozent Energieerzeugung und Raumwärme, acht Prozent Landwirtschaft. Der Rest: Abfallwirtschaft und Sonstige. Die größten Brocken bei den Einsparungspotenzialen liegen damit auf der Hand: Während die Industrie in den vergangenen Jahren (speziell in Tirol) massiv in Filteranlagen investierte, gibt es beim Verkehr und Raumwärme noch ungenutzte Sparpotenziale.

Investitionen in den öffentlichen Verkehr dämmen private Fahrten ein. Eine großflächige thermische Sanierung des Baubestandes bringt bis zu 30 Prozent Reduktion bei der Raumheizung. Förderungen für neue Heizkessel bringen einen bis zu 40 Prozent besseren Wirkungsgrad.

Heizanlagen fördern

In der Landwirtschaft zeichnet sich vor allem die Rinderzucht für hohen Treibhauseffekt verantwortlich. Denn Rinder erzeugen bei der Verdauung das Treibhausgas Methan – das sage und schreibe 23mal aggressiver als CO2 wirkt. Es braucht politische Weichenstellungen, um auf der einen Seite die großen Verursacher in den Griff zu bekommen.

Kleinvieh macht auch Mist

Auf der anderen Seite wird es, wie beim Verkehr, notwendig sein, dass jeder einzelne zur Verbesserung seiner CO2-Bilanz beiträgt, denn: Kleine Beiträge helfen auch.
Wer es wissen will, kann seine persönlichen Verbrauchsgewohnheiten in einen CO2-Rechner eingeben.

Persönlicher CO2-Rechner

Ein Alleingang Europas oder gar Österreichs mag zwar heroisch wirken, hat aber nur den Effekt, dass Produktion und Arbeitskräfte in Länder mit geringeren Umweltstandards verlagert werden. Da die Luft keine Grenzen hat, bringt dies dem Klima gar nichts.

Wir müssen die Prioritäten bei den großen Verursachern setzen, die noch das größte ungenutzte Potenzial haben. Hier kann mit dem geringsten Aufwand am meisten erreicht werden. Alles andere ist Begleitmusik, die das Paket ergänzen, aber nicht ersetzen kann,

sagt Bodenseer.

Quelle: Tiroler Wirtschaft [22.03.2007]. Autor: Klaus Schebesta

Beitrag bewerten

Lösungen statt Panikmache bei CO2-Debatte 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 5,00 von 5 Sternen nach 1 Bewertungen.

2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben 

  • Gravatar Gusti 09.04.2007

    Ich habe diesen CO2-Rechner mal ausprobiert und komme auf ca. 7 t CO2-Emission pro Jahr. Sicher konnte ich nicht alle Fragen ganz schlüssig beantworten, aber ich liege auf jeden Fall unter dem deutschen Durchschnitt (~ 10,4 t) und bin somit kein „CO2-Sünder“… ;-)

    Antworten

    • Gravatar Alex 10.04.2007

      i bin da auf 11,68 t gekommen, tolle leistung! hab jedoch die ganze family inkludiert.

      greetz alex

      Antworten

Kommentar verfassen


Autor & Admin

August Florian Golser // Tiroler Linzer
// Stolzer Papa
// Webworker
// Firmengründer
// Bier Explorer

RSS-Feed abonnieren

Follow me!


Kategorien

Schlagwörter Top 25

Zuletzt geschrieben

Vielgelesen

Am besten bewertet

Kommentare

Links